Das heutige Krematorium wurde 1994 erstellt. Von 1994 bis 2009 wurden drei Ofenlinien betrieben. Aus Gründen des Alters, der Effizienz und Effektivität sowie zur Erfüllung der Auflagen der Schweizer Luftreinhalte-Verordnung mussten die Anlagen 2009 erneuert werden. Es erfolgte die Umstellung des Energieträgers auf Gas.

 

Erneuerung der Anlagentechnik und Gebäudeheizung

Zwei der bestehenden Elektroofenlinien wurden durch zwei neue Ofenlinien mit erdgasbeheizten Etagenöfen und Rauchgasreinigungsanlagen nach neustem Stand der Technik ersetzt. Dabei wurde die Elektroofenlinie 3 abgebrochen und an deren Stelle die neue Erdgas-Ofenlinie 3 eingebaut. Die neue Erdgas-Ofenlinie 4 wurde im Bereich des ursprünglich für eine vierte Elektroofenlinie vorgesehenen Raumes eingebaut. Die in den zwei Gas-Ofenlinien bei Abkühlung der Rauchgase anfallende Abwärme wird zur Gebäudebeheizung auf dem Areal der bgf genutzt. Der bestehende Heizölkessel wurde durch einen Gaskessel ersetzt.

 

Die Anlage besteht aus

  • Elektroofenlinien 1 (inaktiv) und 2 (sporadischer Einsatz)
  • Erdgasofenlinien 3 (grösserer Ofen) und 4  
  • Rauchgasreinigungsanlagen
  • Luftkühler auf dem Ofendach
  • Kontinuierliche Messanlage zur Überwachung des Verbrennungsprozesses
  • Anlage zur Sortierung und Mahlung der Knochenasche mit Absaugung und moderner Entstaubungsanlage
  • Wärmetauschern zur Abwärmenutzung für die  interne Gebäudeheizung

 

 

Schemata

Schemata 1 Krematorium BernSchemata 2 Krematorium BernSchemata 3 Krematorium Bern

 

Technische Daten

Ofenlinie 4

System Etagenofen
Gesamtgewicht 32 t
Haupt-Brenner 450 kW
Nach-Brenner 450 kW
Länge 2'953 mm
Breite 2'406 mm
Gesamthöhe 5'850 mm

Ofenlinie 3

System Etagenofen
Gesamtgewicht 36 t
Haupt-Brenner 450 kW
Nach-Brenner 630 kW
Länge 3'603 mm
Breite 2'666 mm
Gesamthöhe 6'450 mm

 

Die Anlage bietet

  • Leistungsfähige Öfen mit verkürzter Kremationsdauer
  • Einwandfreie Kremation durch moderne Steuerung und Nachverbrennung der Rauchgase bei stets 850°C
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen für das Personal
  • Kremation von sehr schweren Leichen mit dem grösseren Ofen 
  • Sichere Einhaltung der Auflagen der Luftreinhaltung durch moderne Rauchgasreinigung mit den Stufen Staubabscheidung und Adsorption insbesondere von Quecksilber an Aktivkohle (Aktivkohlefilter) 
  • Nutzung der Abwärme aus der Rauchgaskühlung für die Gebäudeheizung auf dem Areal der bgf durch den Einbau einer neuen Wärmerückgewinnungsanlage
  • Verbesserte Arbeitshygiene bei der Ascheaufbereitung durch Aschenmühle und Sortiertisch mit Staubabsaugung
  • Festbettfilter mit Schüttung aus Kalkhydrat und Aktivkohle zur Abscheidung gasförmiger Schadstoffe, hauptsächlich Quecksilber
  • Beschickung der neuen Ofenanlagen über elektrisch angetriebene Sargeinfahranlagen; diese sind bei Nichtgebrauch vollständig im Fussboden vor den Öfen versenkt
  • Rauchgasabsaugung bei geöffnetem Ofentor und Zufuhr in die Rauchgasreinigung
  • Kontinuierliche Messung, Aufzeichnung und Auswertung von Sauerstoff- und Kohlenmonoxidgehalt (CO) des Reingases vor Eintritt in den Kamin

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