Die Bernische Genossenschaft für Feuerbestattung erbaute ihr erstes Krematorium im Jahre 1908. Es steht im Baurecht auf dem Gelände des städtischen Bremgartenfriedhofes. Mit der Planung wurde das Berner Architekturbüro Lutstorf & Mathys, mit der Ausführung Gottlieb Rieser betraut.

Wie im Buch "Die Architektur der Feuerbestattung"  (erschienen im Jahre 2012 im hier+jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, Baden) von Dr. Ivo Zemp beschrieben, präsentiert sich das Krematorium in einer einfachen und zweckmässigen Gebäudeform. Im Ausdruck ist es einem historisierenden "ägyptischen Stil" verpflichtet. Das Gebäude wurde im Bauinventar Holligen 1996 - 1998 der Denkmalpflege der Stadt Bern aufgenommen. Es gab verschiedene Umbauten und Erweiterungen (Abdankungshalle, Urnenhallen): 1916, 1922, 1927, 1931, 135/1936.

Es entstanden weitere Bauten. Auch diese stehen im Baurecht auf dem Gelände des städtischen Bremgartenfriedhofes. Die neue Aufbahrungshalle und die Urnenterrasse wurden in zwei Etappen realisiert; 1. Etappe 1963 (Architekten P. Beck, Muri und D. Reist, Bern), 2. Etappe 1975 (Architekt R. Halter, Muri). Die Räumlichkeiten des heutigen Krematoriums wurden 1994 erbaut (Architekturbüro Weiss & Kaltenrieder AG, Bern).

Die Änderungen der Ofensysteme sind wie folgt dokumentiert: 1. Ofen (1908): Koks 1908 - 1919, Teeröl 1919 - 1925, Gasöl seit 1925, 2. Ofen: Koks 1919 - 1927, Gasöl seit 1927, 2 Elektroöfen (1940, 1945), 2 Elektroöfen (1968), 3 Elektroöfen (1994), 2 Gasöfen (2009)

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